Der Traum von Ibrahim

         

Der Traum von Ibrahim und Allah belohnt die Gutes tun

Wir kennen alle die Geschichte der Opferung Ismails durch seinen Vater, und wir sagen: Es war eine Prüfung von Allah. Aber verstehen wir wirklich, was Ibrahim durchgemacht hat? Wissen wir, was geschah? Wissen wir, was er erreichte?

Ibrahim hatte keine Kinder, und er wurde älter, und seine Sehnsucht nach einem Sohn wurde stärker:

"Mein Herr, schenke mir einen von den Rechtschaffenen [Sohn]" (37:100)

 

Entgegen jeglicher Erwartung erfüllte Allah Sein Versprechen, dass Er Ibrahim zu einem Kern einer großen Linie von Propheten machen würde - zum Fundament der großen Weltreligionen: "Dann gaben wir ihm die frohe Kunde von einem sanftmütigem Sohn" (37:101). Ismail war für Ibrahim nicht bloß ein Sohn für einen Vater, der kein Kind besaß; er war das Ende einer lebenslangen Erwartung, die Hoffnung nach einer Sehnsucht, die Belohnung nach jahrelanger Geduld, die Frucht seines Lebens und der junge Sohn eines alten Vaters. Ismail war das Versprechen für zukünftige Generationen und auf eine gewissen Weise Ibrahims „Leben“.

 

Aber Allah entschied, dass es nicht so bleiben sollte. Ibrahim wurde abermals geprüft. Ibrahim hatte einen Traum, in dem Allah ihm befahl, seinen Sohn zu opfern.

Allah prüfte den Propheten Ibrahim, Friede auf ihm. Er verlangte, er solle um Seinetwillen auf das Allerliebste verzichten, das er hatte: Seinen einzigen Sohn.

Ibrahim entschied sich nicht sofort. Er zweifelte und war hin- und hergerissen, litt Schmerzen. Diese Handlungen Ibrahims kommen auch in der Hadsch zum Ausdruck, wo man den Schaitan steinigt, der versuchte, Ibrahim gegenüber seinem Herrn ungehorsam zu machen.

 

Als Vater und Sohn zur Verwirklichung der Tat schritten, ersparte Allah ihnen aus seiner Barmherzigkeit heraus dieses Opfer.

Aber mit der Gnade Allahs schnitt das Messer nicht. Allah schickte Ibrahim einen Widder und rief ihm folgendes zu:

"Du hast schon das Traumgesicht wahrgemacht! Ja, genau so vergelten Wir es den Guthandelnden. " (37:105).

Ibrahim gewann alles und behielt Ismail.

 

Zur Erinnerung daran schlachten wir alljährlich am Opferfest ein Opfertier.

Es geht dabei nicht um Fleisch oder Blut, sondern um Gottesfurcht. Gott prüft damit unsere Opferbereitschaft. Im Koran heißt es dazu: „Sicher erreicht nicht ihr Fleisch Allah, und nicht ihr Blut, sondern es erreicht ihn die Gottesfurcht von euch.“ (22:37)